PlasmaWood war ein staatlich gefördertes Projekt zur Forschung für mehr Nachhaltigkeit durch Holzschutzbehandlung mit Niederdruckplasma.
Forschungsprojekt PlasmaWood
Das Forschungsprojekt PlasmaWood wurde, im Rahmen des Förderprogramms „KMU-innovativ: Ressourcen- und Energieeffizienz“, vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung – heute BMFTR) gefördert. Zentrales Thema des Projekts war eine nachhaltige Behandlung von Holzfassaden mit Niederdruckplasma, um diese witterungsbeständiger sowie langlebiger zu machen.
Projektleitung von Jörg Eisenlohr
Unter Leitung von Jörg Eisenlohr (Geschäftsführer der plasma technology GmbH), wurde das Forschungsprojekt vom 01.10.2021 bis 31.03.2024 durchgeführt. Rund 700.000 € flossen dabei in das staatliche Förderprogramm „Erschließung des Nutzungspotenzials von Holz als nachwachsender, CO2-neutraler Baustoff“.
Niederdruckplasmatechnologie als Schlüsselfaktor
Mit der Niederdruckplasmatechnologie wurde ein umweltfreundliches Verfahren entwickelt, welches auf die nachhaltige Herstellung von witterungsbeständigen Holzfassaden ausgelegt war. Holz zählt zu den ältesten Baumaterialien der Menschheitsgeschichte, findet aber beim heutigen Gebäudebau nur wenig Anwendung. Der Hauptgrund ist die mangenlde Beständigkeit gegen Außeneinflüsse, als auch die regelmäßige sowie kostenintensive Oberflächenbehandlung, weshalb man auf die Putzfassade (87 %) setzt.
PlasmaWood hatte zum Ziel, neue Verfahrenslösungen zu schaffen, um Holzfassaden hochwertiger, witterungsbeständiger und somit wirtschaftlicher zu machen. Gerade Plasmabeschichtungen sind bekannt dafür, Materialoberflächen schmutz- und wasserabweisender zu machen oder Rostbildung vorzubeugen. Bei diesem Forschungsprojekt wurde die (Niederdruck-)Plasmatechnik erstmals für Holz angewendet und erforscht, ob neue Potenziale für den nachhaltigen Haus- und Gewerbebau freigesetzt werden können.
Testverfahren mit Plasmaanlage
Im ersten Schritt wurden kleinere Standardproben im Labormaßstab untersucht und getestet. Hierbei fielen die ersten Erkenntnisse positiv aus. Beschichtungen mit Niederdruckplasma, konnten die Haftung sowie Stabilität auf den Holzproben verbessern.
Im nächsten Schritt wurde eine Versuchsanlage entwickelt und aufgebaut, um die positiven Plasmaeffekte an größeren Holzproben zu testen. Des Weiteren wurde geforscht, ob man die Zersetzung von Pilzen vorbeugen konnte und testete zusätzliche Hilfsstoffe (biozide Additive) zur Schädlingsabwehr ein.
Erfolgreiche Holzschutzbehandlung
Die Testergebnisse waren positiv. Durch gezielte Plasmaverfahren für Holzfassadenelemente, wurden diese robuster bzw. witterungsbeständiger.
Die wesentlichen Vorteile sind u.a.:
- Witterungsbeständigere und langlebigere Holzfassaden
- Weniger Kosten für Instandhaltungen von Holzoberflächen im Außenbereich
- Energieeinsparung ggü. herkömmlichen Fassadengestaltungen
- CO₂-speicherndes Holz als neue Alternative zu gängigen Baumaterialien
- Mehr Optionen für künftige Holzfertigbauten in der Baubranche
Die Zukunft mit PlasmaWood
Aufgrund der erfolgreichen Forschungsergebnisse, eignen sich plasmabehandelte Holzelemente als nachhaltige Baustoffe. Allerdings bedarf es noch an weiteren Feinjustierungen sowie Optimierungen, um PlasmaWood wirtschaftlich tragfähiger bzw. kosteneffizienter zu machen.
Plasmabehandlungen sind also für viele Holzelemente sinnvoll, wenn es um Langlebigkeit und Nachhaltigkeit geht. Um es kosteneffizient in der Industrie anzuwenden, ähnlich wie grüner Wasserstoff, bedarf es noch an weiteren Verbesserungen.
Wir von plasma technology, forschen auch weiterhin an dem Thema, um Holz als klimafreundliches, ressourcenschonendes und wirtschaftliches Element in der Bauindustrie zu etablieren.